Die Geschichte dieses Orchesters

Freude an der Musik und am Zusammenspiel war es, die am 11. November 1924 einige junge Hochfelder Handwerksgesellen auf den Gedanken brachte, sich regelmäßig zum gemeinsamen Musizieren zusammenzufinden. Man gründete den "Orchesterverein Duisburg" im Waldecker Hof; Leitung und Vorsitz übernahm Ernst de Nocke. Bei öffentlichen Auftritten spielten die Musiker viel Kirchenmusik.

Später folgte Hans Hamacher als Vorsitzender. Von 1926 - 1928 dirigierte H. Angenendt das Orchester. Zwischenzeitlich wechselte man mehrfach das Vereinslokal. Hans Uhlen, Mitbegründer und erster Geiger des Orchesters, übernahm anschließend die Führung im Verein.

Vom Jahre 1928 bis 1930 ging die musikalische Leitung auf Hermann Kirchner über. In all den Jahren wurde von den Mitgliedern stets der Grundsatz beibehalten, für das Musizieren kein Geld zu nehmen. Für die Einnahmen bei Konzerten wurden Noten und notwendige Instrumente gekauft.

Im Jahre 1930 trat Erwin Bosler ans Dirigentenpult. Ein Höhepunkt in der Geschichte des Orchesters war die Feier des zehnjährigen Bestehens; das Festkonzert wurde von der Duisburger Presse sehr gelobt.

Durch den Ausbruch des Krieges wurde das Orchester in Mitleidenschaft gezogen; viele Musiker kamen nicht mehr heim, auch wurden durch Bombenschäden Instrumente und Notenmaterial teilweise vernichtet.

Im Jahre 1945 kam Alfred Wilde nach Duisburg, leitete den Kirchenchor an St. Bonifatius und übernahm die Führung des Orchesters. Das erste öffentliche Auftreten mit dem Chor St. Bonifatius und dem Orchester fand am 12. Oktober 1947 aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Chores im Stadttheater statt. Dank des Entgegenkommens maßgeblicher Stellen der Stadtverwaltung konnte das Orchester in dieser Zeit zu notwendigen neuen Noten gelangen. Im Februar 1949 musizierte der Orchesterverein erstmals wieder mit einer Besetzung von 45 Streichern und Bläsern in der neu errichteten Rhein-Ruhr-Halle.

 

Das Jahr 1961 stellte den Vereinsvorstand vor die schwierige Aufgabe, nach dem Tod von Alfred Wilde einen neuen Dirigenten zu suchen. Der Orchesterverein wurde als Arbeiterkreis der Duisburger Volkshochschule angegliedert. Unter Edmund Kirchhofer als Dirigent wurde anspruchsvolle sinfonische Literatur einstudiert, und am 24. November 1964 feierte man das 40-jährige Jubiläum.

 

Schon damals übertrug die Stadt Duisburg dem Orchesterverein die Gestaltung von Konzerten, zum Beispiel unter Fröchte, Adolph und Volkmar Fritsche. 1973 wurde Dr. Reiter Nachfolger von Fritsche. Dr. Donat Gerd Hofstatt und W. Dheur hatten danach die musikalische Leitung.

 

Im Jahre 1978 konnte man Wolfgang Geese gewinnen, die Führung des Orchesters - ab dem 03.09.1987 "Rheinisches Orchester Duisburg" genannt - zu übernehmen. In behutsamer, aber beharrlicher und bestimmter Arbeit forderte er musikalisch, organisatorisch und leistungsmäßig den Mitgliedern des Orchesters viel ab. Die verschiedensten Konzerte in Duisburg warben durch ihr hohes Niveau neue Mitglieder und führten durch das Engagement des Dirigenten und der Musikanten unter Beteiligung bekannter Duisburger Chöre zu großem Bekanntheitsgrad!

 

Nachdem Wolfgang Geese die Leitung des Orchesters aufgab, übernahm zunächst Ute Steffens , die Stimmführerin der ersten Geige, das Dirigat. Anschließend leitete Herr Feuerlein ab 2000 das Orchester etwa ein Jahr lang. Nach seinem kurzfristigen Abgang (aus persönlichen und beruflichen Gründen) war wiederum Ute Steffens bereit, das Orchester ab 2001 zu dirigieren, positiv zu fördern und einige sehr gute Kontakte zu Chören herzustellen. Es fand z. B. ein Konzert 2004 mit dem Kirchenchor St. Klara zum 80-jährigen Bestehen statt. Außerdem kam es noch zu einer musikalischen Zusammenarbeit mit der Camerata Vokalis, dem Chor der Musikschule. Leider musste Ute Steffens wegen zahlreicher Aktivitäten in der Niederrheinischen Musikschule ihre Tätigkeit bei uns am Ende des Jahres 2005 aufgeben.

 

Anfang des Jahres 2006 übernahm Herr Ulrich Eick-Kerssenbrock die Leitung des Orchesters. Es kam zu einer sehr guten Zusammenarbeit mit den Musikern und dem Dirigenten. Der Höhepunkt, neben zwei sehr gut gelungenen und gut besuchten Konzerten, war das Konzert in der ausverkauften Mercatorhalle am 11.11.2007 mit dem Männerchor "Germania Schwarzenberg" aus DU-Rheinhausen. Beim beschwingten Teil des Abends, einer Hommage an Zarah Leander, unterstützte die Solistin Karin Pagmar die Chormitglieder und das Rheinische Orchester Duisburg (ROD). Mit rauchiger Altstimme sang sie mit großem Erfolg die bekannten Lieder von Zarah Leander. Die Mischung an diesem Konzertabend von Musical, Operette, Filmmelodien und klassischen Chorliedern, von Johann Strauß bis Herbert Grönemeyer, kam beim Publikum sehr gut an. Da Herr Eick-Kerssenbrock Leiter der Solinger Musikschule wurde, musste er leider das Dirigat beim ROD beenden. 


Im Zeitraum von Februar 2009 bis September 2011 war Frau Katharina Stiebing, Studentin der Folkwang-Musikhochschule Essen, die Dirigentin des Rheinischen Orchesters Duisburg. Nach Abschluss Ihres Studiums und Start Ihrer Laufbahn als Lehrerin musste sie leider die Leitung unseres Orchesters abgeben.

Seit Oktober 2011 ist Eberhard Dietz neuer Dirigent unseres Orchesters. 
Wir freuen uns über jeden Laienmusiker, der Lust hat, mit uns zu musizieren. Es ist einen Versuch wert, mal reinzuhorchen oder einfach mitzuspielen.


E. Pannen

 

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Rheinisches Orchester Duisburg e.V.

 

Proben: Donnerstags von 19:30 - 22:00 Uhr

 

Musik- und Kunstschule Duisburg

Duissernstraße 16

47058 Duisburg

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